Die Sache mit den Augen…

Schon beim Betrachten des ersten Fotos von Fiete fiel mir sofort Eines auf: das ausgeprägte “Weiß um’s Auge‘. Normalerweise bin ich da ganz alte Binsenweisheit – die mit den weißen Augen, die spinnen. Trotzdem ergab sich bei genauester Betrachtung für mich ein anderes Gesamtbild. Unbestreitbar war da ein Pferd mit interessantem Auge und einem gut sichtbaren Problem. Aber gehörte das wirklich zusammen? Mein Bauchgefühl entschied sich für ’nein‘ und bis heute zeigt sich eigentlich jeden Tag, dass es Recht hatte.

Bei bunten Pferden und einigen Rassen findet sich dieses Phänomen ohnehin häufig. Sicher wird man den Zorn eines manchen Pferdebesitzers auf sich ziehen, wenn man die entsprechenden Pferde pauschal alle für verrückt erklärt.

Das mit dem Auge ist trotzdem so eine Sache…

Betrachten wir einmal Fietes Auge bei Ankunft:

Abgesehen von seinem verkniffenen Ausdruck und der leuchtenden Introvertiertheit fällt sofort auf, wieviel Weiß um Fietes Auge sichtbar ist. Dadurch wirkt das Auge klein. Vom dunklen Teil des Auges ist wenig zu sehen.

Vergleichen wir nun einmal dieses Bild mit einem Bild seines Kopfes, welches beim Lehrgang entstanden ist:

Ich kann dies nicht als greifbare Tatsache beweisen, aber sein Auge wirkt größer. Schönerweise ist vom angespannten Ausdruck des ersten Bildes ebenfalls nichts übrig. Meine Beobachtung ist außerdem, dass es wirkt, als gehe das viele Weiß immer weiter zurück – oder als werde der dunkle Teil seines Auges größer.

Meine Ideen zur Erklärung dieses Phänomens (das vielleicht auch schon manch Anderer bei seinen Pferden beobachtet hat) haben alle weder Hand, noch Fuß. Trotzdem gebe ich sie hier einmal zum Besten:

  • Über eine Verschiebung der Aktivitäten des ehemals dominierenden Sympathicus hin zum Parasympathicus, verändert sich die Stellung der Pupille (der Sympathicus ist für ein enger Stellen, wie bei einer Flucht nötig, zuständig). ‚Gewinnt‘ der Parasympathicus, vergrößert sich das Auge?
  • Stress nimmt Einfluss auf die Funktionen der Schilddrüse, die Schilddrüse wiederum nimmt Einfluss auf die Drucksituationen des Auges (zum googlen: z.B. Morbus Basedow bei Menschen). Verändert sich der Druck, verändert sich das Auge?
  • Schmerzen führen zu Hypertonus. Auch in Bezug auf die das Gesicht bewegenden Muskeln. Die Schmerzen bei Ankunft könnten also zu einer Verspannung der Muskeln (und natürlich nicht nur dort) um das Auge geführt haben – weshalb es ‚zusammengekniffen‘ wirkte und das Weiß mehr sichtbar wurde?

Sicher gibt es noch verschiedenste weitere Ansätze zur Erklärung meiner Beobachtung. Sicher gibt es aber auch zig Menschen, die auf den Fotos keinerlei Unterschied ausmachen und meine Gedanken für absurd halten. Falls aber doch jemand interessantes Wissen oder weitere Erfahrungen zu diesem Thema hat: immer her damit!

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